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Farbenblindheit - Farbenfehlsichtigkeit

Die Begriffe "Farbenblindheit" und "Farbenfehlsichtigkeit " haben nichts miteinander zu tun, werden aber oft durcheinander geworfen.

Farbenblindheit

Die totale Farbenblindheit (Achromatopsie) ist ein sehr seltener Gendefekt der Netzhaut. Die betroffene Menschen sind vollkommen farbenblind.

Farbenfehlsichtigkeit

Unter der Farbenfehlsichtigkeit versteht man die "Rot/Grün-Sehschwäche"

Sehtest für Rot/Grün-Schwächeds

 

 

 

 

 

 

 

Rot-Grün-Sehschwache sehen im linken Bild ausschließlich eine 17, Normalsichtige können neben der 17 eine 47 erkennen.

Rot-Grün-Sehschwache sehen im rechten Bild ausschließlich eine 8, Normalsichtige können neben der 8 eine 182 erkennen.

Hintergrundwissen

Protanopen

Protanopen fehlen die L-Zapfen (L für long/lang). Sie haben keine Möglichkeit, die über die L-Zapfen gesteuerten Reize zu verarbeiten. Da das Licht, das die L-Zapfen anregt, hauptsächlich im roten Spektralbereich liegt, spricht man von Rotblindheit.

Deuteranopen

Deuteranopen fehlen die M-Zapfen (M für medium/mittel). Dies sind die Zapfen, die hauptsächlich auf Licht im grünen Farbbereich reagieren. Daher spricht man von Grünblindheit.

Die vorgenannten werden zusammenfassend als Rot/Grün-Sehschwäche bezeichnet. Protanope und Deuteranope werden als rot- oder grünblind bezeichnet.

Tritanopen

Tritanopen fehlen die S-Zapfen (S für short). Betroffene sind blaublind. Man spricht von Blau/Gelb-Sehschwäche. Diese ist viel seltener als die Rot/Grün-Sehschwäche.